In Grundschulen sollte den Menschen in dieser Gesellschaft bereits sehr eindrücklich und unmissverständlich beigebracht werden was Deutschsein bedeutet. Die völkische, arische Definition davon ist so tief verwurzelt, dass man diskursiv & aktiv aufklären muss. Das ist maßgeblich.
Es ist so einfach schon im frühen Alter zu etablieren, dass Deutsch ist wer eine deutsche Staatsbürgerschaft hat. Das unser Nationalitäten-Begriff NICHT durch vermeintlichen Phänotyp oder Abstammung definiert ist. Dass man Deutsche nicht an Äußerlichkeiten erkennt.
Dass man mit den Kindern bespricht, dass in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft keine „Ausländer“ spielen, sondern dass sie alle deutsch sind. Im Umkehrschluss auch lernt, dass manche Leute „deutsch“ aussehen oder dt. Vorfahren haben, aber selbst Ausländer sein können.
Ich selbst musste später für mich selber rausfinden, dass ich Deutsch bin, weil es mir - so blöd wie es klingt - keine*r so richtig gesagt oder beigebracht hat. Ich war verwirrt, dass im Englisch-Buch ein Protagonist sagte er sei Brite aber seine Mutter Deutsche. Wie geht das?
In meiner kindlichen Logik, musste er dann doch auch Deutscher sein, wenn’s seine Mutter ist. Genauso war das mit der Figur Sunjay, die südasiatische Eltern hatte. Aber in dem Buch war ganz selbstverständlich dass beide Briten sind. Das war für mich ein ganz neuer Blickwinkel
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